Osteopathie Nordhorn

Markus Weißschnur

Was ist Osteopathie?

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Osteopathie beinhaltet eine umfassende manuelle Diagnostik und Therapie im Bewegungssystem, den inneren Organen und am Nervensystem. Im Zentrum der Therapie stehen die individuelle Situation des Patienten und die Selbstheilungskräfte des Menschen. Der Körper ist sehr anpassungsfähig und in der Lage Funktionsstörungen zu kompensieren. Dabei wird die eingeschränkte Funktion in der Regel von anderen Körperteilen übernommen. Ist aber die Kompensationsfähigkeit des Körpers erschöpft, dann genügt schon ein kleiner physischer oder psychischer Einfluss, um eine unverhältnismäßig starke Reaktion hervorzurufen. Diese kann dann an anderer Stelle im Körper auftreten. Oft liegt also die Lösung der Beschwerden nicht dort wo wir z.B. Schmerz empfinden. Osteopathie ist angewandte Wissenschaft. Sie stützt sich auf neueste anatomische und physiologische Kenntnisse. Die Kombination aus klinischem Verständnis, soliden wissenschaftlichen Kenntnissen und dem Gebrauch der Hände als diagnostisches und therapeutisches Mittel macht sie so einzigartig. (aus: www.skom.com)

Worauf die Osteopathie Einfluss nehmen kann

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Neben vielen Problemen des Bewegungsapparates (Parietal) wie Schiefhals, Ischiasschmerzen, Hexenschuss, Sportverletzungen, Arthrose, Rheuma, Skoliosen, Haltungsschwächen, Verspannungen, Schultersteife, Rückenschmerzen, Tennisarm, Schleudertrauma, Karpaltunnelsyndrom und ähnlichen Beschwerden widmet die Osteopathie sich auch anderen Systemen mit ihren Störungen. Durch Behandlung der inneren Organe (Viszeral) können beispielsweise Verdauungsstörungen, Atemwegsbeschwerden, Sodbrennen und Aufstoßen, Inkontinenz, Menstruationsbeschwerden, funktionelle Herzbeschwerden wie z.B. Herzrasen oder auch generelle körperliche Spannungszustände positiv beeinflusst werden. Gute Indikationen für eine osteopathische Behandlung stellen nicht nur Schmerzzustände dar, sondern auch funktionelle Beschwerden wie Schwindel, Tinnitus, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen und Migräne (Craniosacral), Schlaf- und stressbedingte Problematiken, Kiefergelenkstörungen, Mittelohrentzündung, Allergien und Hörsturz. Akute Infektionen, Tumorerkrankungen, schwere Unfälle und massive psychische oder metabolische Erkrankungen können im Einzelfall begleitend und in Absprache mit dem Schulmediziner der jeweiligen konventionellen medizinischen Therapie behandelt werden.

Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung (Osteopathie) selbst. Nicht  für jeden Bereich besteht eine relevante Anzahl von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, d.h. evidenzbasierten Studien, die die Wirkung bzw. therapeutische Wirksamkeit belegen.

Craniosacrale Osteopathie

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Cranio-sacral kommt von lateinisch cranium = Schädel und sacrum = Kreuzbein.

Das craniosacrale System steht in engem Zusammenhang mit dem ganzen Körper. Bei einer Störung an dieser Stelle können auch negative Auswirkungen in Organen, Muskeln, Knochen oder dem Nerven-, Gefäß- und Hormonsystem auftreten. Durch die craniosacrale Therapie können diese Störungen ertastet und durch meist sehr sanften Druck auf den Schädel oder bestimmte Körperregionen normalisiert werden. Allgemein bewirkt die craniosacrale Therapie eine Stärkung der Vitalfunktionen und einen Ausgleich bei Spannungszuständen Im Schädel befindet sich unser größtes Steuerungssystem für alle Funktionen unseres Körpers. Somit können Störungen am Schädel mit jedem auftauchenden Problem am oder/und im Körper zusammenhängen, oder Ursache sein. Ein Osteopath betrachtet den Schädel in all seinen Einzelteilen (Knochen, Hirnhäute, Hirnflüssigkeit etc.) als sehr fein bewegliches zusammenhängendes System. Störungen der Beweglichkeit an einem dieser Anteile, ausgelöst durch z.B. einem Schleudertrauma, können Symptome wie Kopfschmerzen, Magen/Darmbeschwerden, Sehstörungen, Konzentrationsstörungen, Tinnitus und v.a. auslösen

Anwendungsgebiete:

  • Kinderheilkunde: z.B. Schreikinder, Hyperaktivität (ADS), Entwicklungsstörungen, Schiefhals (Kiss-Syndrom), Skoliosen, Geburtstrauma, Kopfschmerzen
  • Kiefer- und Zahnheilkunde: z.B. Kiefer/Zahnfehlstellungen, Kiefergelenksprobleme
  • Neurologie: z.B. Schwindel, Kopfschmerzen, Migräne, Sehstörungen, Tinnitus, Schleudertrauma
  • HNO: Nasennebenhöhlenprobleme, Polypen

Viszerale Osteopathie

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Viszerale Osteopathie behandelt die inneren Organe. Jedes Organ zeigt eine innerliche und räumliche, von anderen Organen unabhängige, Beweglichkeit, bedingt durch seine embryologische Entwicklung. Diese Beweglichkeit ist notwendig, um gut funktionieren zu können und wird bei der osteopathischen Beurteilung als Parameter der Organdysfunktion benutzt.

Wie kann eine Organbeweglichkeit gestört werden?

Jedes Organ hat eine bestimmte Sensibilität auf Situationen im alltäglichen Bereich. Zum Beispiel ändert sich die Durchblutung im Schleimhautbereich des Magens von einem Moment zum anderen je nach Beanspruchung, sei es durch bestimmte Gefühlslagen oder verdauungsbedingte Situationen – sie reagiert also auf die jeweiligen Situationen angepasst um gesund zu bleiben. Entstehen aber anhaltende Stresssituationen beginnt das Organ funktionell zu ermüden, seine Reflexmechanismen (über das Blut und Nervensystem) werden erschöpft, es verliert seine adäquate Versorgung und seine räumliche Stabilität. Diese kann primär durch eine Spannungsänderung im Organ selbst, später durch Nachbarorgane kompensiert werden, die das beanspruchte Organ stützen können – dies erfordert jedoch im Laufe der Zeit zu viel Energie. Auch dieses Niveau ermüdet. Der Körper hat nun noch die Möglichkeit dies über die Muskulatur und Körperhaltung auszugleichen, dies kann zu Überlastungen z.B. bestimmter Muskelbereiche (Nackenmuskulatur), der Wirbelgelenke oder Bandscheiben führen.

Wie wird ein Organ osteopathisch behandelt?

Ziel ist es die Reflexmechanismen eines Organs wieder herzustellen indem man das Organ mobilisiert, d.h. aus seiner „Fehlstellung“ heraushebt, herauszieht (direkt) oder provokativ die Problematik verstärkt um damit seine Verbindungs- und Ernährungsquellen (Gefäße und Nerven) zu stimulieren (indirekte Techniken). Dies aktiviert die Eigendynamik des jeweiligen Organs.

Welche Krankheitsbilder sind ideal für eine viszerale Behandlung?

Grundsätzlich  geht es um funktionelle Störungen der Organe und des Gewebes, d.h. wenn noch keine Gewebeveränderungen stattgefunden haben. Hier können die Probleme oft vollständig beseitigt werden. Häufig  kommen die Patienten erst später in eine osteopathische Behandlung. Der Osteopath kann auch hier regulierend auf die Organfunktion einwirken und dadurch die körpereigenen Heilmechanismen in Gang setzen. Die Kompensationsmechanismen verschwinden. Die darauffolgende Regeneration kann durchaus mehrere Wochen bis Monate in Anspruch nehmen.

Häufige osteopathische Indikationen für Organbehandlungen:

  • chronische Verdauungsbeschwerden
  • Magenschmerzen und Erkrankungen des Magens
  • Erkrankungen der Leber
  • Gallenproblematiken
  • chronische Blasenentzündung
  • funktionelle Nierenerkrankungen
  • Organsenkungen (Ptosen)
  • Lungenleiden (Asthma, Krupp, chronische Bronchitis)
  • Allergien, Heuschnupfen
  • allgemeine Immunstimulation
  • chronische Müdigkeit
  • Nachsorge nach Operationen (Narbengewebe)
  • chronische organbedingte Rückenbeschwerden
  • Lymphatische Stauungen
  • schlecht heilende Wunden

Parietale Osteopathie

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Dieses Teilgebiet der Osteopathie umfasst die Diagnose und Therapie von Gelenken, Wirbelsäule, Muskeln und Bändern unter Beachtung ihrer funktionellen Zusammenhänge. So versucht die Osteopathie die gefundenen Dysfunktionen (z.B. Blockierungen) durch spezifische Techniken zu verbessern. Dem Osteopathen steht eine große Anzahl von Behandlungsmöglichkeiten zur Auswahl. So kommen sanfte Mobilisationen oder myotensive Techniken/ Muskel-Energie-Techniken zum Einsatz. Aber auch Manipulationen mit Impuls dienen zur Verbesserung der vorhandenen Dysfunktion. Der Osteopath wird im spezifischen Fall entscheiden, welche Techniken für den einzelnen Patienten die besten sind.

Anwendungsgebiete:

  • Schiefhals
  • Ischiasschmerzen
  • Hexenschuss
  • Sportverletzungen
  • Arthrose
  • Rheuma
  • Skoliosen
  • Haltungsschwächen
  • Verspannungen
  • Schultersteife
  • Rückenschmerzen
  • Tennisarm
  • Schleudertrauma
  • Karpaltunnelsyndrom
  • und ähnliche Beschwerden.

Osteopathische Kindersprechstunde

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Die osteopathische Kindersprechstunde soll Kindern aus Familien mit geringem Einkommen die Möglichkeit geben, osteopathisch behandelt zu werden. Wir behandeln Kinder und Jugendliche von 0-18 Jahren, werdende Mütter und Mütter direkt nach der Geburt. Die Behandler arbeiten ehrenamtlich.

Anwendungsbereiche

Eine osteopathische Behandlung von Kindern kann bei vielen Funktionsstörungen sinnvoll sein, wie zum Beispiel bei langwierigen oder zu schnellen Geburten, bei Unfällen oder Krankheiten im Kindesalter. Dies kann in sämtlichen Geweben des Körpers Probleme verursachen, die unter Umständen die Körperphysiologie empfindlich stören. Es kann zu typischen Beschwerden kommen, wie z.B. Verdauungs- und Schlafstörungen, unruhigem Verhalten und Erkrankungen der Atemwege.

  • Haltungsstörungen: Skoliosen, Schiefhals bei Neugeborenen und Kleinkindern, Rückenschmerzen und Hüftdysplasien, Formveränderungen des Schädels (Gesichtsasymmetrien).
  • Verdauungsstörungen: Drei-Monats-Koliken, Aufstoßen und verstärktes Spucken. Atemwegserkrankungen: Asthma bronchiale, chronische Bronchitis und Krupp. Chronische Mittelohrentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündungen und Kopfschmerzen.
  • Verhaltens- und Lernstörungen: Hyperkinesie, Dyslexie, Übererregbarkeit des Nervensystems wie übermäßiges Weinen, Schlafstörungen und Zähneknirschen. Weil sie sehr sanft ist, eignet sich die Osteopathie besonders zur Behandlungen von Säuglingen und Kleinkindern.

Behandlungsablauf und Fragen

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Anamnese

Die genaue Krankheitsgeschichte sowie Lebensgewohnheiten des Patienten werden in einem ausführlichen Gespräch erfragt, um von den Symptomen zu den Ursachen der Beschwerden vorzudringen.

Untersuchung

Der Osteopath kann minimale Bewegungseinschränkungen im Körper fühlen und interpretieren. Bei der Untersuchung spezifischer Bewegungsmuster ertastet er durch unterschiedlichen Druck vor allem Gewebe mit veränderter Beweglichkeit und Spannung.

Therapiekonzept

Nach der eingehenden Anamnese und Untersuchung entscheidet der Therapeut zusammen mit dem Patienten den weiteren Behandlungsablauf. Je nach Krankheitsbild wird hier über ein kurz-, mittel-, oder langfristiges Behandlungskonzept entschieden.

Behandlung

Die Behandlung erfolgt manuell. Sie wird mit gezielten Handgriffen und spezifisch für die Osteopathie entwickelten Techniken ausgeführt. Der Osteopath ordnet jede Störung und deren Behandlung in die Bewegungszusammenhänge des gesamten Organismus ein. Ziel der Behandlung ist es, über die volle Funktionalität und Beweglichkeit aller Gewebe das ursprüngliche Gleichgewicht des Körpers zu erreichen. Während der Therapie wird oft eine schnelle und vor allem langanhaltende Linderung der Symptome erreicht.

Wie oft muss ich zum Osteopathen gehen?

Manche Beschwerden können schon nach wenigen Sitzungen behoben sein. Da der Körper sich an die neuen Bewegungsmuster gewöhnen muss, finden die ersten drei bis vier Behandlungen normalerweise im Abstand von drei bis vier Wochen statt. Besonders bei chronischen Leiden kann die Behandlung auch mehr als sechs Sitzungen in Anspruch nehmen.

Was kostet die osteopathische Behandlung?

Für Erwachsene: ca. 80€
Für Babys und Kinder (bis 14 Jahre): ca. 60€
Behandlungen für Privat- und Zusatzversicherte werden nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) abgerechnet. Sie werden erstattet, wenn Heilpraktikerleistungen vertraglich vereinbart sind.Eine aktuelle Liste aller Kassen, die für Osteopathie aufkommen, ist in der Rubrik Patienteninfo-Krankenkassen, auf der Seite www.osteokompass.de aufgeführt.

Ich bin verhindert. Sollte ich absagen?

Sollten Sie einmal verhindert sein und einen Termin nicht wahrnehmen können, bitten wir Sie diesen mindestens 24 Stunden vorher abzusagen. Frühzeitig abgesagte Termine können dann ggf. anderweitig vergeben werden. Falls die Absage zu spät oder gar nicht erfolgt, können wir Ihnen den Termin in Rechnung stellen.

Markus Weißschnur

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Markus Weißschnur

Heilpraktiker und Physiotherapeut
Mitglied im Verband der Osteopathen in Deutschland (VOD)

  • seit 1995 als Physiotherapeut freiberuflich tätig
  • 1999 Manuelle Therapie-Deutsche Gesellschaft für manuelle Medizin Boppard
  • seit 2007 in eigener Praxis
  • 2008 Anerkennung zum Osteopathen nach 5-jährigem berufsbegleitenden Studium an der Schule für klassische Osteopathische Medizin in Hamburg (SKOM)
  • 2010 Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Physiotherapie
  • 2012 Anerkennung Heilpraktiker

Berufliche Weiterbildung qualitative viszerale Osteopathie (T.Hirth- J. Geschwend), Wachstums- u. Entwicklungsmuster der embryologischen Entwicklung als Grundlage der osteopathischen Behandlung (H.Kleßen), Osteopathie in der Kinderheilkunde (H. Kleßen), Psychodynamische Osteopathie (C. Kuhlmann)

Kontaktformular

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Telefon: 05921-8 19 14 90

Kokenmühlenstraße 13
48529 Nordhorn

Anfahrtskarte

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